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Diese Country Guide Website richtet sich an international tätige Unternehmen. Stand dieser Inhalte ist Januar 2016 - die Inhalte dieser Seite basieren auf den zu diesem Zeitpunkt gültigen Daten und der entsprechenden Rechtslage.


Im Jahr 2015 verdoppelten sich in Indien die ausländischen Direktinvestitionen (Foreign Direct Investment, FDI) fast und beliefen sich auf 59 Milliarden US-Dollar. Gemäß dem World Investment Prospects Survey der UNCTAD für die Jahre 2014 bis 2016 gilt Indien weltweit als viertattraktivster Standort für transnationale Unternehmen.

Im Doing-Business-Ranking der Weltbank von 2016 steht Indien auf Platz 130 und verbesserte sich damit im Vergleich zum Vorjahr um vier Plätze. Dabei wurden die Reformen des Landes anerkannt, die die Geschäftstätigkeit erleichtern sollen. Indien vereinfachte Unternehmensgründungen, indem es die Mindestkapitalanforderungen und das Erfordernis abschaffte, eine Bescheinigung zur Aufnahme des Geschäftsbetriebs beizubringen. Es erfolgten weitere Reformen, um den Erhalt von Stromanschlüssen zu vereinfachen.

Wichtige Aspekte zu der Unternehmensgründung in Indien:

  • Um ein neues Unternehmen in Indien zu gründen, sind 14 Verfahrensschritte und ungefähr 29 Tage erforderlich. Dieser Prozess wird im Abschnitt Geschäftstätigkeit in näher behandelt.
  • Ausländer, die in Indien arbeiten wollen, müssen u. a. von einem Arbeitgeber gesponsert werden und jährlich mehr als 25.000 US-Dollar verdienen. Die Arbeitsvorschriften werden im Abschnitt Arbeit näher behandelt.
  • Die indischen Rechnungslegungsvorschriften (Indian Accounting Standards, Ind AS) sind verbindlich für Unternehmen mit einem Eigenkapitalanteil von mindestens fünf Milliarden Indischen Rupien (ca. 65 Millionen Euro). Weitere Informationen finden sich im Abschnitt Rechnungsprüfung.
  • Gesellschaften, die die Zulassung an der Börse beantragen wollen, können zwischen einer Notierung an der Bombay Stock Exchange oder der National Stock Exchange wählen. Dies wird im Abschnitt Finanzen näher behandelt.

Indien ist aufgrund vieler Faktoren ein attraktiver Investitionsstandort, nicht zuletzt wegen seiner jungen Bevölkerung, seiner wachsenden Mittelschicht und seiner dynamischen Wirtschaft. Um allerdings fundierte Entscheidungen zu treffen, ist es wichtig, die lokalen Besonderheiten zu kennen. Das Geschäftsgebaren in Indien kann sich von dem unterscheiden, das die Investoren in ihren Ländern gewohnt sind. Hinzu kommen Unterschiede zwischen den einzelnen Regionen und Branchen.

Die Amtssprache in Indien ist Hindi, aber die verschiedenen Bundesstaaten haben ihre eigenen Amtssprachen. Allerdings ist Englisch die Verkehrssprache in der Geschäftswelt. In Indien spielen hierarchische Strukturen eine wichtige Rolle, was sich auch in der Unternehmenskultur widerspiegelt. Die Geschäftskleidung ist konservativ.

Wer beabsichtigt, eine Firma in Indien zu gründen, wird sich oft auch in anderen asiatischen Ländern nach alternativen Standorten umschauen. Indien bietet jedoch eine Reihe von Vorzügen:

  • Mit einem Anstieg von 7,3 Prozent löste Indien China im Jahr 2015 als die am schnellsten wachsende große Volkswirtschaft ab.
  • Mehr als 50 Prozent der Bevölkerung Indiens ist jünger als 25 Jahre.
  • In der Haushaltsansprache 2015 wurde bekanntgegeben, dass der Körperschaftssteuersatz im Laufe der nächsten vier Jahre von 30 auf 25 Prozent gesenkt wird. Das Steuersystem wird im Abschnitt Steuern näher behandelt.
  • Als Investition in die Infrastruktur hat die Regierung Privatunternehmen 11 Milliarden US-Dollar zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen finden sich im Abschnitt Infrastruktur.
  • Es gibt derzeit mehr als 200 operative Sonderwirtschaftszonen mit einer Reihe von Steueranreizen und -befreiungen, auf die im Abschnitt Handel näher eingegangen wird.

Obwohl Indien weltweit an der Spitze der Länder mit den größten ausländischen Direktinvestitionen steht, gibt es immer noch einige Herausforderungen für ausländische Unternehmen. Trotz einer erheblichen wirtschaftlichen Liberalisierung bestehen in bestimmten Bereichen nach wie vor Beschränkungen für ausländische Investitionen. Staatliche Stellen sind durch ein hohes Maß an Bürokratie gekennzeichnet, was zu Verzögerungen bei der Gründung und dem Betrieb von Unternehmen führt. Darüber hinaus gehörte Indien zu den Ländern mit der schlechtesten Einstufung hinsichtlich der Durchsetzung geistiger Eigentumsrechte, was im Abschnitt Recht näher behandelt wird.

Dieser Leitfaden bietet Unternehmen einen Überblick über Indien und erläutert, wie das indische Rechtssystem funktioniert, was bei Neugründungen und beim Markteintritt zu beachten ist, welche Steuer- und Zollvorschriften bestehen und welche Faktoren bei der Geschäftstätigkeit in Indien von Bedeutung sein können. Die Informationen in diesem Dokument sind jedoch allgemeiner Natur, weshalb Sie nicht darauf vertrauen sollten, ohne sich zuvor professionell beraten zu lassen.

Bitte beachten Sie, dass die Länderleitfäden möglicherweise nur in englischer Sprache verfügbar sind.

Useful Links

1 Ministerium für Handel und Industrie
2 Amt für Einkommen- und Körperschaftssteuer
3 Zentrales Amt für Verbrauchsteuern und Zölle
4 Einwanderungsbehörde
5 Generalbevollmächtigter für Patente, Muster und Marken
6 Ministerium für Kommunikation und Informationstechnologie
7 Invest India
8 Arbeits- und Beschäftigungsministerium

 

Quellen

1 FDI-Statistiken
2 World Investment Prospects Survey der UNCTAD
3 Doing Business Rankings
4 Statistische Daten zum Wirtschaftswachstum Indiens – Zentrales

 

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