Country GuideSpanien

From Global Connections

Gemäß dem World Investment Report der UNCTAD für das Jahr 2015 steht Spanien weltweit an zwölfter Stelle der Länder, die ausländische Direktinvestitionen (Foreign Direct Investment, FDI) erhalten. Im Jahr 2014 beliefen sich die ausländischen Direktinvestitionen auf 23 Milliarden US-Dollar.

Im Doing-Business-Ranking der Weltbank von 2016 steht Spanien auf Rang 33 und verbesserte sich damit im Vergleich zum Vorjahr um einen Platz. Dabei wurden die Reformen des Landes berücksichtigt, die die Durchführung von Geschäften erleichtern sollen. Dies umfasste die Stärkung des Schutzes von Minderheitsinvestoren durch das Erfordernis einer Zustimmung der Gesellschafter bei wesentlichen Veräußerungen von Gesellschaftsvermögen. Spanien machte auch Steuerzahlungen weniger kostenaufwendig, indem es die Kapitalertrags- und Umweltsteuern senkte und die Durchführung der Zahlungen durch ein neues Online-System zur Einreichung von Umsatzsteuererklärungen vereinfachte.

Wichtige Aspekte zu der Unternehmensgründung in Spanien:

  • Um ein neues Unternehmen in Spanien zu gründen, sind ungefähr 14 Tage und sieben Verfahrensschritte erforderlich. Dieser Prozess wird im Abschnitt Geschäftstätigkeit in näher behandelt.
  • Für das Jahr 2016 beträgt der monatliche Mindestlohn in Spanien 655,20 Euro. Die Arbeitsvorschriften werden im Abschnitt Arbeit thematisiert.
  • Bis zum Erhalt einer Baugenehmigung vergehen ungefähr 45 Tage und die Kosten dafür betragen etwa 44.835 Euro.
  • Beim Vergleich der Systeme zum Schutz geistigen Eigentums von 36 Ländern belegte Spanien Platz 14. Dabei wurden folgende Kriterien berücksichtigt: Kosten, Bearbeitungszeiten, Qualität der Richter/Gerichte, Beratungsqualität sowie die Fairness und Vorhersagbarkeit von Urteilen. Das Thema geistige Eigentumsrechte wird im Abschnitt Rechtlicher Überblick näher behandelt.
  • Gesellschaften, die die Zulassung an der Börse beantragen wollen, können zwischen einer Notierung an den Börsen von Madrid, Bilbao, Barcelona oder Valencia wählen. Dies wird im Abschnitt Finanzen erörtert.

Obwohl Investitionen in Spanien nach einem transparenten und relativ einfachen Muster erfolgen, ist es wichtig, die lokalen Besonderheiten zu kennen. Das Geschäftsgebaren in Spanien kann sich von dem unterscheiden, das die Investoren in ihren Ländern gewohnt sind. Hinzu kommen Unterschiede zwischen den einzelnen Regionen und Branchen.

Die Amtssprache in Spanien ist Spanisch. Allerdings werden Baskisch, Katalanisch, Galicisch und Okzitanisch in bestimmten Regionen als Ko-Amtssprachen anerkannt.

In Spanien spielen Hierarchie und Status eine wichtige Rolle. Spanier legen außerdem großen Wert auf das Erscheinungsbild. Die Geschäftskleidung ist in der Regel konservativ, wobei es jedoch Unterschiede zwischen den einzelnen Branchen gibt.

Beim Vorstellen einer Person erfolgt normalerweise ein Händedruck, und Visitenkarten werden für gewöhnlich nach dem ersten Kontakt ausgetauscht. Geschenke gehören in Spanien nicht zur geschäftlichen Etikette.

Wer beabsichtigt, eine Firma in Spanien zu gründen, wird sich oft auch in der gesamten EU nach alternativen Standorten umschauen. Obwohl die Mitgliedschaft in der EU Gleichheit in vielen rechtlichen, steuerlichen und prüfungsrelevanten Aspekten gewährleistet, bietet Spanien eine Reihe von Vorzügen:

  • Spanien ist die fünftgrößte Volkswirtschaft in der EU und eine der am schnellsten wachsenden in der Eurozone.
  • Das Land bietet einen strategisch günstigen Zugang zu mehr als 1.900 Millionen potenziellen Verbrauchern in Europa, Nahost und Afrika.
  • Unter anderem bietet die Regierung finanzielle Hilfe und Steuervorteile für Aktivitäten in bestimmten Branchen, die als vorrangige Branchen erachtet werden. Darauf wird im Abschnitt Handel näher eingegangen.
  • Hochqualifizierte Arbeitskräfte: 41,5 Prozent der Personen zwischen 25 und 34 Jahren besitzen eine Hochschulausbildung.
  • Die spanische Verkehrsinfrastruktur gilt als die sechstbeste der Welt. Weitere Informationen finden sich im Abschnitt Infrastruktur.

Obwohl Investitionen in Spanien viele Vorteile bieten, sollten ausländische Investoren mögliche Herausforderungen beachten. Den 17 autonomen Regionen des Landes wird eine Vielzahl von Kompetenzen übertragen. Dies trägt dazu bei, dass die Regulierung komplex ist, und könnte ein Hindernis für ausländische Investitionen sein.

Dieser Leitfaden bietet Unternehmen einen Überblick über Spanien und erläutert, wie das spanische Rechtssystem funktioniert, was bei Neugründungen und beim Markteintritt zu beachten ist, welche Steuer- und Zollvorschriften bestehen und welche Faktoren bei der Geschäftstätigkeit in Spanien von Bedeutung sein können. Die Informationen in diesem Dokument sind jedoch allgemeiner Natur, weshalb Sie nicht darauf vertrauen sollten, ohne sich zuvor professionell beraten zu lassen.

Bitte beachten Sie, dass die Länderleitfäden möglicherweise nur in englischer Sprache verfügbar sind.

Nützliche Links

1 Zentrales Handelsregister
2 Steuerbehörde
3 Datenschutzbehörde
4 Einwanderungsbehörde
5 Spanisches Patent- und Markenamt
6 Invest in Spain
7 Ministerium für Arbeit und Soziales

Quellen

1 World Investment Report der UNCTAD
2 Doing Business Rankings
3 IP Index
4 Zugang zu 1.900 Millionen Verbrauchern
5 Hochschulausbildung

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