Country GuideMalta

From Global Connections

Während der ersten sechs Monate des Jahres 2015 erhielt Malta ausländische Direktinvestitionen (Foreign Direct Investment, FDI) in Höhe von 5,2 Milliarden Euro. Insgesamt 98,1 Prozent der Investitionen entfielen auf die Finanz- und Versicherungsbranche, wodurch der Status des Landes als internationales Finanzzentrum gestärkt wurde.

Im Doing-Business-Ranking der Weltbank von 2016 rutschte Malta auf Platz 80 ab, nachdem es im Vorjahr noch Platz 76 belegte. Das Land hatte ein Mischprofil mit relativ guten Ergebnissen in den Kategorien „Steuerzahlungen“, „Schutz von Minderheitsinvestoren“ und „Grenzüberschreitender Handel“, während es in den Bereichen „Unternehmensgründung“ und „Darlehensbeschaffung“ erhebliche Schwächen offenbarte. Dabei wurde berücksichtigt, dass im vergangenen Jahr Reformen implementiert worden waren, um die Abwicklungszeiten für Stromanschlüsse zu verringern.

Wichtige Aspekte zu der Unternehmensgründung in Malta:

  • Um ein neues Unternehmen in Malta zu gründen, sind 28 Tage und zehn Verfahrensschritte erforderlich. Dieser Prozess wird im Abschnitt Geschäftstätigkeit in näher behandelt.
  • Bis zum Erhalt einer Arbeitserlaubnis können bis zu sechs Wochen vergehen. Die Arbeitsvorschriften werden im Abschnitt Arbeit näher beschrieben.
  • Bis zum Erhalt einer Baugenehmigung vergehen ungefähr 21 Tage, und die Kosten dafür betragen 50 Euro.
  • Gesellschaften, die die Zulassung an der Malta Stock Exchange beantragen wollen, müssen unter anderem für mindestens drei aufeinanderfolgende Geschäftsjahre vor dem Zulassungsantrag durch einen Abschlussprüfer bestätigte Jahresabschlüsse veröffentlicht haben. Dies wird im Abschnitt Finanzen näher behandelt.

Malta ist für viele ausländische Investoren ein sehr attraktiver Markt. Um allerdings fundierte Entscheidungen zu treffen, ist es wichtig, die lokalen Besonderheiten zu kennen. Das Geschäftsgebaren in Malta kann sich von dem unterscheiden, das die Investoren in ihren Ländern gewohnt sind. Hinzu kommen Unterschiede zwischen den einzelnen Branchen.

Die Landessprache in Malta ist Maltesisch. Englisch ist jedoch auch eine der Amtssprachen des Landes. Die meisten Malteser sind zweisprachig, und viele sprechen außerdem fließend Italienisch. Malta verfügt über eine konservative Unternehmenskultur, die der Großbritanniens ähnelt, was auf den engen Beziehungen zwischen den Ländern beruht. Am Arbeitsplatz kleiden sich die Arbeitskräfte in der Regel formell.

Ein Händedruck ist ein übliches Begrüßungsritual bei Geschäftstreffen, und Visitenkarten werden in der Regel nach dem ersten Kontakt ausgetauscht. Die Übergabe von Geschenken kann vorkommen, ist jedoch nicht vorgeschrieben.

Wer beabsichtigt, eine Firma in Malta zu gründen, wird sich oft auch in anderen europäischen Ländern nach alternativen Standorten umschauen. Obwohl die Mitgliedschaft in der EU in vielen rechtlichen, steuerlichen und prüfungsrelevanten Aspekten Gleichheit gewährleistet, bietet Malta eine Reihe von Vorzügen:

  • Schätzungen zufolge soll Maltas Pro-Kopf-BIP im Jahr 2017 bei 97 Prozent des EU-Durchschnitts liegen.
  • Der standardmäßige Körperschaftssteuersatz beträgt 35 Prozent. Über das für maltesische Steuern bestehende Erstattungsrecht kann dieser Satz jedoch effektiv bis auf 5 Prozent gesenkt werden.
  • Malta liegt strategisch günstig im Herzen des Mittelmeers und verfügt über enge Verbindungen zum europäischen Festland, zu Nordafrika und zum Nahen Osten. Die Verkehrsanbindungen des Landes werden im Abschnitt Infrastruktur näher behandelt.
  • Maltas Arbeitskosten sind nach wie vor wettbewerbsfähig. EU-weit liegt das Land im Hinblick auf die Arbeitskosten pro Stunde auf Platz 18.
  • Malta erhält erhebliche Unterstützung vom europäischen Struktur- und Investmentfonds (ESIF). Für den Zeitraum 2014–2020 stehen dem Land 828 Millionen Euro zur Verfügung.
  • Malta bietet Investitionsanreize für Unternehmen aus vielen verschiedenen Branchen, einschließlich Fertigung, IKT, F&E und Biotechnologie. Darauf wird im Abschnitt Handel näher eingegangen.

Trotz der Vorteile, die Malta Investoren bietet, beeinträchtigen die geringe Behördeneffizienz und das Rechtssystem nach wie vor die Gesamtattraktivität des Landes als Geschäftsstandort. Zu den von der Europäischen Kommission identifizierten speziellen Problemen gehören: Vertragsdurchsetzung, Lizenzierungs- und Genehmigungsabläufe sowie langwierige Insolvenzverfahren. Obwohl die Behörden versucht haben, mit Reformen gegen diese Ineffizienzen vorzugehen, muss deren Wirksamkeit erst noch unter Beweis gestellt werden.

Dieser Leitfaden bietet Unternehmen einen Überblick über Malta und erläutert, wie das maltesische Rechtssystem funktioniert, was bei Neugründungen und beim Markteintritt zu beachten ist, welche Steuer- und Zollvorschriften bestehen und welche Faktoren bei der Geschäftstätigkeit in Malta von Bedeutung sein können. Die Informationen in diesem Dokument sind jedoch allgemeiner Natur, weshalb Sie nicht darauf vertrauen sollten, ohne sich zuvor professionell beraten zu lassen.

Bitte beachten Sie, dass die Länderleitfäden möglicherweise nur in englischer Sprache verfügbar sind.

Nützliche Links

1 Gesellschaftsregister
2 Steuerbehörde
3 Maltesische Zollbehörde
4 Meldebehörde
5 Behörde für Handel und geistiges Eigentum
6 Datenschutzbehörde
7 Wirtschaftsförderungsstelle
8 Behörde für Industrie- und Arbeitsbeziehungen

 

Quellen

1 Statistiken zu ausländischen Direktinvestitionen
2 Doing Business Rankings
3 Arbeitsgenehmigung – Die Informationen stammen von Practical Law
4 Pro-Kopf-BIP von Malta
5 Arbeitskosten
6 EU-Mittel für Malta

 

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