Country GuideMalaysia

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Diese Country Guide Website richtet sich an international tätige Unternehmen. Stand dieser Inhalte ist Januar 2016 - die Inhalte dieser Seite basieren auf den zu diesem Zeitpunkt gültigen Daten und der entsprechenden Rechtslage.


Gemäß dem World Investment Report der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD) für das Jahr 2015 ist Malaysia weltweit der fünftgrößte Empfänger ausländischer Direktinvestitionen (Foreign Direct Investment, FDI) 2015 beliefen sich die ausländischen Direktinvestitionen in Malaysia auf 39,5 Milliarden Ringgit (ca. 8,4 Milliarden Euro), was im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 11,8 % bedeutete.

Im Doing-Business-Ranking der Weltbank von 2016 steht Malaysia auf Rang 18 und büßte damit im Vergleich zum Vorjahr einen Platz ein. Unter den ASEAN-Ländern, in denen die Durchführung von Geschäften am einfachsten ist, steht Malaysia damit hinter Singapur auf dem zweiten Platz. Dabei wurden die im Jahr 2015 beschlossenen Reformen des Landes anerkannt, die die Geschäftstätigkeit erleichtern sollen. So wurde unter anderem die Zahlung von Steuern für Unternehmen einfacher und kostengünstiger gemacht, indem elektronische Einreichungen vorgeschrieben und die Grundsteuern gesenkt wurden. Allerdings erhöhte Malaysia gleichzeitig die Kapitalertragsteuern.

Wichtige Aspekte zu der Unternehmensgründung in Malaysia:

  • Um ein neues Unternehmen in Malaysia zu gründen, sind durchschnittlich vier Tage und drei Verfahrensschritte erforderlich. Dieser Prozess wird im Abschnitt Geschäftstätigkeit in näher behandelt.
  • Die Bearbeitungsgebühr für eine Arbeitserlaubnis (Employment Pass) beträgt 125  Ringgit (ca. 26,60 Euro), und die jährlichen Gebühren für die Arbeitserlaubnis betragen 300  Ringgit (ca. 64 Euro). Die Arbeitsvorschriften werden im Abschnitt Arbeit näher behandelt.
  • Es dauert ungefähr 30 Tage, um beim One Stop Centre (OSC) eine Entwicklungserlaubnis für eine Baugenehmigung zu beantragen und zu erhalten, und die Kosten dafür betragen 3.180  Ringgit (ca. 677 Euro).
  • In Malaysia tätige ausländische Unternehmen sind gesetzlich verpflichtet, innerhalb von zwei Monaten nach ihrer Jahreshauptversammlung ihre Jahresabschlüsse beim Gesellschaftsregisterführer einzureichen. Weitere Informationen finden sich im Abschnitt Rechnungsprüfung.
  • Gesellschaften, die die Zulassung an der Bursa Malaysia beantragen wollen, können wählen zwischen dem Main Market (für Gesellschaften, die einen drei- bis fünfjährigen Track Record aufweisen) oder dem ACE Market (für Gesellschaften aus allen Wirtschaftsbereichen mit vielversprechendem Wachstumspotenzial). Dies wird im Abschnitt Finanzen näher behandelt.

Malaysia ist aufgrund vieler Faktoren ein attraktiver Investitionsstandort, nicht zuletzt wegen seiner liberalen Investitionspolitik und seines Rohstoffreichtums. Um allerdings fundierte Entscheidungen zu treffen, ist es wichtig, die lokalen Besonderheiten zu kennen. Das Geschäftsgebaren in Malaysia kann sich von dem unterscheiden, das die Investoren in ihren Ländern gewohnt sind. Hinzu kommen Unterschiede zwischen den einzelnen Branchen.

Die Amtssprache in Malaysia ist Malaiisch, die offiziell unter der Bezeichnung Bahasa Malaysia bekannt ist. Die Unternehmenskultur ist stark durch hierarchische Strukturen geprägt. Die Geschäftskleidung ist konservativ. Zu Beginn und am Ende eines Geschäftstreffens erfolgt normalerweise ein Händedruck. Pünktlichkeit wird erwartet. Visitenkarten werden in der Regel nach dem ersten Kontakt ausgetauscht. Geschenke gehören für gewöhnlich nicht zur geschäftlichen Etikette.

Wer beabsichtigt, eine Firma in Malaysia zu gründen, wird sich oft auch in anderen Ländern Südostasiens nach alternativen Standorten umschauen. Malaysia bietet jedoch eine Reihe von Vorzügen:

  • Nach Indonesien und Thailand ist Malaysia die drittgrößte Volkswirtschaft in Südostasien. Im Jahr 2015 betrug das BIP-Wachstum 5 %.
  • Malaysia verfügt über umfangreiche natürliche Ressourcen, einschließlich Palmöl, Kautschuk, Öl und Gas.
  • Das Land bietet eine Vielzahl an steuerlichen Anreizen für Fertigungsprojekte, was im Abschnitt Steuern näher behandelt wird.
  • Die Verkehrsinfrastruktur des Landes gilt weltweit als die zehntbeste. Weitere Informationen finden sich im Abschnitt Infrastruktur.
  • Die freien Industriezonen sehen eine Reihe von Anreizen für exportorientierte Branchen vor, einschließlich zollfreie Einfuhren von Rohstoffen, worauf im Abschnitt Handel näher eingegangen wird.

Während Investitionen in Malaysia bedeutende Möglichkeiten bereithalten, gibt es dennoch einige Herausforderungen. Eines der Hauptprobleme für Unternehmen ist der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. Dies macht sich in verschiedenen Branchen bemerkbar, z. B. in den Sektoren Logistik, Fertigung und Landwirtschaft.

Dieser Leitfaden bietet Unternehmen einen Überblick über Malaysia und erläutert, wie das Rechtssystem funktioniert, was bei Neugründungen und beim Markteintritt zu beachten ist, welche Steuer- und Zollvorschriften bestehen und welche Faktoren bei der Geschäftstätigkeit in Malaysia von Bedeutung sein können. Die Informationen in diesem Dokument sind jedoch allgemeiner Natur, weshalb Sie nicht darauf vertrauen sollten, ohne sich zuvor professionell beraten zu lassen.

Bitte beachten Sie, dass die Länderleitfäden möglicherweise nur in englischer Sprache verfügbar sind.

Nützliche Links

1 Handelsregister
2 Finanzbehörde
3 Zollbehörde
4 Einwanderungsbehörde
5 Behörde für geistiges Eigentum
6 Datenschutzbehörde
7 Investitionsbehörde
8 Ministerium für Humanressourcen

 

Quellen

1 FDI Statistics
2 Doing Business Rankings
3 Antragsformular für einen Employment Pass
4 Wirtschaft Malaysias
5 Verkehrsinfrastruktur

 

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