Country GuideIrland

From Global Connections

Laut dem Weltinvestitionsbericht der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD) des Jahres 2015 belegte Irland weltweit Platz 11 der Länder, die die meisten ausländischen Direktinvestitionen (Foreign Direct Investments, FDI) erhalten. Die FDI-Strategie des Landes für den Zeitraum von 2015 bis 2019 sieht eine Reihe neuer Ziele vor, darunter die Erschließung von 900 neuen Investitionen und die Schaffung von 80.000 Arbeitsplätzen.

Im Doing-Business-Ranking der Weltbank von 2016 steht Irland auf Platz 17 und verbesserte sich damit im Vergleich zum Vorjahr um zwei Plätze. Dabei wurden die Reformen des Landes anerkannt, die die Geschäftstätigkeit erleichtern sollen. Die irische Regierung stärkte den Schutz von Minderheitsinvestoren, indem sie Bestimmungen einführte, wonach Führungskräfte für die Verletzung ihrer Treuhänderpflichten haftbar gemacht werden können. Allerdings sind Steuerzahlungen für Unternehmen jetzt kostenaufwendiger und komplizierter, da Deponieabgaben erhöht wurden und für Körperschaftsteuererklärungen nunmehr zusätzliche Informationspflichten bestehen.

Wichtige Aspekte zu der Unternehmensgründung in Irland:

  • Um ein neues Unternehmen in Irland zu gründen, sind ungefähr vier Tage und sechs Verfahrensschritte erforderlich. Dieser Prozess wird im Abschnitt Geschäftstätigkeit in näher beschrieben.
  • Visumsanträge werden in der Regel innerhalb von acht Wochen ab Antragsdatum bearbeitet. Die Arbeitsvorschriften werden im Abschnitt Arbeit näher behandelt.
  • Beim Vergleich der Systeme zum Schutz geistigen Eigentums von 36 Ländern belegte Irland Platz 12. Dabei wurden folgende Kriterien berücksichtigt: Kosten, Bearbeitungszeiten, Qualität der Richter/Gerichte, Beratungsqualität und die Fairness und Vorhersagbarkeit von Urteilen. Das Thema geistige Eigentumsrechte wird im Abschnitt Rechtlicher Überblick näher behandelt.
  • Von Gesellschaften, die eine Notierung an der Irish Stock Exchange beantragen, wird unter anderem verlangt, dass sie die veröffentlichten und geprüften Jahresabschlüsse der mindestens letzten drei Jahre vorlegen. Dies wird im Abschnitt Finanzen im Detail erörtert.

Obwohl Unternehmensgründungen und Investitionen in Irland nach einem transparenten und einfachen Muster erfolgen, ist es wichtig, die lokalen Besonderheiten zu kennen. Das Geschäftsgebaren in Irland kann sich von dem unterscheiden, das die Investoren in ihren Ländern gewohnt sind. Hinzu kommen Unterschiede zwischen den einzelnen Regionen und Branchen.

Während Irisch die erste Amtssprache Irlands ist, wird Englisch (die zweite Amtssprache) am häufigsten verwendet und gilt als die Verkehrssprache in der Geschäftswelt.

Am Arbeitsplatz kleiden sich die Mitarbeiter in der Regel konservativ, was jedoch je nach Branche variiert. In Irland wird im Geschäftsverkehr Wert auf Pünktlichkeit gelegt. Beim Vorstellen einer Person erfolgt normalerweise ein Händedruck und Visitenkarten werden für gewöhnlich beim ersten Kontakt ausgetauscht. Geschenke gehören in Irland in der Regel nicht zur geschäftlichen Etikette.

Wer beabsichtigt, ein Unternehmen in Irland zu gründen, wird sich oft auch in anderen europäischen Ländern nach alternativen Standorten umschauen. Obwohl die Mitgliedschaft in der EU Gleichheit in vielen rechtlichen, steuerlichen und prüfungsrelevanten Aspekten gewährleistet, bietet Irland eine Reihe von Vorzügen:

  • Das Forbes Magazin kürte Irland vor kurzem zum besten Geschäftsland der Welt, wobei elf verschiedene Faktoren berücksichtigt wurden. Darauf wird im Abschnitt Handel näher eingegangen.
  • Nachdem das Wachstum im Jahr 2015 bei 6,9 Prozent lag, erweist sich Irland nach wie vor als die am schnellsten wachsende Volkswirtschaft Europas.
  • Das Land hat europaweit die geringsten Körperschaftsteuern.
  • Da 40 Prozent der Einwohner unter 29 Jahre alt sind, verfügt Irland über die jüngste Bevölkerung in Europa.
  • Seit 2008 liegt die Inflationsrate unter dem EU-Durchschnitt.
  • Der irische IKT-Sektor mit samt seiner Infrastruktur ist weltbekannt. Neun der weltweit zehn besten IKT-Firmen haben ihren Sitz in Irland. Weitere Informationen finden sich im Abschnitt Infrastruktur.

Obwohl Investitionen in Irland viele Vorteile versprechen, sollten ausländische Investoren mögliche Herausforderungen beachten. Der Binnenmarkt ist relativ klein und durch eine hohe Wettbewerbsdichte gekennzeichnet. Ausländische Investoren sind möglicherweise der Ansicht, dass die Kosten der Geschäftstätigkeit in Irland im Vergleich zu anderen EU-Ländern verhältnismäßig hoch sind. Außerdem sind Einkommensteuerzahlungen natürlicher Personen trotz geringer Körperschaftsteuern relativ hoch.

Dieser Leitfaden bietet Unternehmen einen Überblick über Irland und erläutert, wie das irische Rechtssystem funktioniert, was bei Neugründungen und beim Markteintritt zu beachten ist, welche Steuer- und Zollvorschriften bestehen und welche Faktoren bei der Geschäftstätigkeit in Irland von Bedeutung sein können. Die Informationen in diesem Dokument sind jedoch allgemeiner Natur, weshalb Sie nicht darauf vertrauen sollten, ohne sich zuvor professionell beraten zu lassen.

Please note that the Country Guides may only be available in English.

Nützliche Links

1 Unternehmensregister
2 Steuerbehörde
3 Datenschutzbehörde
4 Amt für Einbürgerung und Einwanderung
5 Patentamt
6 Agentur für industrielle Entwicklung (IDA Ireland)
7 Ministerium für Arbeit, Unternehmen und Innovation

 

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